Konzilliarer Prozess

 

 

„Konziliarer Prozess“ ist die Bezeichnung für Denken und Handeln christlicher Kirchen in den Bereichen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Begonnen hat die systematisch Auseinandersetzung mit diesen Themen auf der VI. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Vancouver (Kanada) 1983. Dort wurde über die Stationierung von Massenvernichtungswaffen diskutiert und diese als Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnet.

Betonten die Kirchen im reicheren Norden eher die Friedensfrage, war den Kirchen im Süden damals zunächst die Frage der Gerechtigkeit wichtig. Doch allmählich entwickelte sich die Erkenntnis gemeinsamer Glaubens-, Lebens- und Überlebensfragen.
Nachdem der Antrag zu einem gesamtchristlichen Friedenskonzil nicht durchzusetzen war, gab es schließlich eine Einigung auf einen „konziliaren Prozeß gegenseitiger Verpflichtung auf Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.“
Seit damals ist der Konziliare Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung für viele Kirchen, Kirchengemeinden und Einzelne leitende Zielvorstellung im Denken und Handeln.

Auch die Muster-Satzung für den Rat der Gemeinschaft der Gemeinden verwendet exakt diese Begrifflichkeiten in § 3 Ziffer 6 Buchst. f: "Förderung des weltkirchlichen Engagements für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung".

Papst Franziskus weist in folgendem Dokument u.a. auf das "Beispiel des Franz von Assisi für die Achtsamkeit gegenüber dem Schwachen und für eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie" hin.

http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html

In unserem Infopunkt ist genau deshalb bereits seit vielen Jahren ein kurzes Video ("Bruder Sonne, Schwester Mond") über das Leben des Hl. Franziskus abrufbar.  

 

Unter den einzelnen Registerkarten möchten wir zeigen, wie sich unsere Pfarre und unser Ort mit dem "Konziliaren Prozess" indentifiziert.