Krippenbauer

Die Zeit der Krippenbauer ist wieder gekommen.....  

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich mit großem Einsatz ein Team von Schmidter Krippenspezialisten um die Herrichtung der Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Hubertus.  

Die meisten der Gruppenmitglieder können bereits auf eine jahrzehnte lange Erfahrung zurückblicken. Für das eifeltypische Erscheinungsbild des Krippen-Arrangements sorgen die Männer im Team: Ein mit großer Detailtreue angefertigter Krippenstall ist eingebettet in eine wald- und wasserreiche Modell-Landschaft. Mit viel Kreativität verleihen die Frauen desTeams der Gesamtkomposition den letzten Feinschliff. Pflege und Restauration der Krippenfiguren bleiben ebenfalls dem weiblichenGeschlecht vorbehalten.

Aktuelle Bilder vom Krippenbau 2016 sind zu finden unter Krippenbau

Hier nun immer ganz aktuell wass die Krippenbauer in der diesjährigen Adventszeit bauen, basteln, dekorieren....


 

Pünktlich zum ersten Advent machen sich Maria und Josef jedes Jahr aufs Neue in der Pfarrkirche auf den Weg nach Bethlehem. Woche für Woche können wir nun verfolgen, wie weit sie bereits gekommen sind....

Zum zweiten Adventswochenende waren die Krippenbauer ganz schön fleißig, wie man hier sehen kann. Die Männer machen sich an den Aufbau der Krippe.  


Hierbei gilt es einen Unterbau zu konstruieren, Vorhänge aufzuhängen, Bäume aufzustellen, die zumeist netterweise von der örtlichen Bevölkerung gespendet oder vom ortsansässigen Gärtner geliehen werden...    

Mit unermüdlichem Einsatz und immer neuen Ideen, von denen viele ihren Einzug in die Krippe halten und an denen im Sommer gebastelt wird, entsteht auf diese Weise Stück für Stück die Krippe. So ist es bspw. den ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, dass die Krippe mittlerweile (wieder) einen Bachlauf aufweisen kann

 

 

 

Dass nicht nur der Adventskranz zum Advent erstrahlt, verdanken wir den Frauen aus dem Team. 

 

 

 

Das Ergebnis zum 2. Advent Wochenende nach vielen Stunden harter Arbeit von vielen fleißen Helfer.

 Auf dem Foto fehlen Otto Koch, Herbert Thelen und Markus Grubert.      

Krankheitsbedingt fehlen Ulrike Hurtz und Franz-Josef Stollenwerk.  

 

   

 

 

 

 

Auch am 3. Advent Wochenende  

wurde wieder fleißig gearbeitet...  

 

 

 

Mit liebevollem Auge fürs Detail wird Moos verteilt, werden Schafherden mit ihren Hirten aufgestellt, der Stall mit Stroh ausgekleidet usw.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 16.12. wurde in den Pfarrkirche eine Rorate Messe gefeiert.  

Während dieser Messe wurde das Friedenslicht aus Betlehem ausgesetzt.  

So hat nun jeder die Möglichkeit, sich das Friedenslicht nach Hause zu holen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch am letzten Adventswochenende waren die Krippenbauer wieder sehr fleißig!  

Eine ganz große Aufgabe war zu bewältigen.

Denn mit dem Aufbau der Krippenlandschaft lassen es die Krippenbauer nicht bewenden. Ein den Chorraum weithin ausfüllender und an Mächtigkeit kaum zu überbietender Christbaum sorgt alljährlich für die passende weihnachtliche Atmosphäre im Altarbereich. Der Transport eines Nadelgewächses mit solchen Ausmaßen stellt besondere Anforderungen an das ganze Team; muss er doch erst einmal unversehrt seinen Bestimmungsort erreichen. Steht er dann heil an Ort und Stelle, sind beim Schmücken Kletterkünste und Schwindelfreiheit gefragt. Sämtliche logistischen Herausforderungen werden von den gestandenen Mannsbildern des Aufbauteams stets mit Bravour gelöst. Wie man hier sehen kann..... 


Die Freude ist große, wenn das Werk vollendet und der Weihnachtsbaum steht.

 

 

Auch an der Krippe fielen wieder Arbeiten an....


 Und nun der Endspurt...... es sind nur noch wenige Stunden bis zur Ankunft des Herrn....

Der Christbaum bekommt noch Kerzen und Schleifen damit er an Heilig Abend im Licherglanz erstrahlen kann

 


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Damit schließlich an Heilig Abend, mit der Geburt Jesu, auch alle Krippenfiguren an ihrem Platz angekommensind, müssen sie Frauen noch einige Arbeiten erledigen.  Auch der Engel, auf seinem Platz über dem Stall, darf nicht fehlen, um den Hirten die frohe Botschaft mitzuteilen. 


 

Auch wenn die Arbeiten der Krippenbauer nun erst einmal ihren Höhepunkt erreicht haben, folgt in den kommenden Wochen noch viel Arbeit. Mit der Ankunft Maria und Josefs sorgte das Team dafür, dass nicht nur die Hirten zur Krippe eilen, um Jesus zu sehen. In den nächsten Tagen folgen auch die Weisen aus dem Morgenland, die sich langsam auf ihren Weg machen. Auf diesen Weg hier kann man bis zu ihrer Ankunft am sechsten Januar mitverfolgen.


Hier jedoch schon ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Helfer für die wunderschön hergerichtete Krippe und die festlich geschmückte Kirche mit dem Weihnachtsbaum.

 Und weiter gehts...... Die Weisen aus dem Morgenland machen sich auf den Weg... 


Geführt vom Stern, kommen pünktlich zun Fest der Erscheinung des Herrn, zum Dreikönigsfest am 6. Januar, die hl. 3 Könige Kaspar, Melchior und Baltasar, aus dem Morgenland an der Krippe an, um Jesus ihren König mit Weihrauch, Myrrhe und Gold zu huldigen.  


 Gegen Ende Januar versammelte sich dann das ganze Team zum gemeinsamen

Abbau der Krippe und des Weihnachtsbaumes.

Gut gelaunt wurde alles wieder an seinen Platz verstaut.  



Nun werden noch die Kostüme gereinigt oder gar neue genäht (es soll ja auch eine Aufgabe für den Sommer geben), neue Behältnisse gebastelt o.ä. Diese Verbesserungen finden dann ebenso wie die neuen Ideen im nächsten Jahr ihren Einsatz in der Krippe.

Zum Abschluß noch einmal recht herzlichen Dank an die Krippenbauer und ihrem tollen Einsatz. Dank ihrer Arbeit durften wir uns alle an einer wunderschönen, immer wieder veränderten Krippe und einem prächtigen Weihnachtsbaum erfreuen.

 

Geschichte der Weihnachtskrippen   von Konrad Schöller 

In den römischen Katakomben stieß man auf bildliche Darstellungender Geburt Jesu, die aus dem 6. Jahrhundert stammen, so z. B. die Abbildung eines Wickelkindes zwischen Ochs und Esel. Eine erste"plastische" Veranschaulichung der Geburt Christi geht auf Franz von Assisi zurück, der im Jahr 1223 in einer Höhle im Wald von Greccio in Italien zum Christfest eine Futterkrippe miteinem Kind - eingerahmt von einem lebendigen Ochs und Esel -aufstellte.

Die älteste erhaltene Krippe stammt aus dem Jahr 1291. Sie befindet sich- aus Alabaster gefertigt - in einer Seitenkapelle der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom. Eine plastische Ausgestaltung und systematische Verbreitung von Weihnachtskrippen erfolgte dann in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts durch die Jesuiten. Sie legten den Grundstein für plastische Kirchenkrippen auch in Deutschland, die insbesondere in der Barockzeit immer prächtiger ausgestaltet wurden. Sie blieben aber bis Ende des 18. Jahrhunderts weitgehend auf den Raum der Kirchen beschränkt.

Unter Kaiser Joseph II. kam es im Zuge der Aufklärung zum Verbot der Präsentation von Krippen in den Kirchen. Daraufhin wurden viele Krippen aus den Kirchen entfernt. Aber das "einfache Volk" ließ sich seine Krippen nicht nehmen: Sie fanden nun ihren Weg in die Stuben der Bürger, Handwerker und Bauern.

Mit zunehmender Verbreitung der Aufstellung von Krippen zum Weihnachtfestkam es im 19. Jahrhundert zu einer regelrechten "Krippen-Manufaktur".In den holzreichen Regionen von Böhmen und Mähren und später auch in Südtirol und Oberbayern verdienten sich Bewohner ganzer Landstriche in den langen Wintermonaten ein Zubrot durch dasSchnitzen von Krippenfiguren, die dann im Frühjahr häufig durchwandernde Handwerksburschen in die Städte zum Verkauf gebracht wurden. Durch die Verwendung einfacher Materialien wie Pappmachéoder Press-Papier wurden die Krippen zunehmend auch für ärmere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Im Zuge der Verbreitung des Evangeliums durch christliche Missionare haben sich Weihnachtskrippen inzwischen in aller Welt etabliert. Sie sind inzwischen ein multikulturelles und globales Phänomen. Überallwo Christen ihren Glauben leben, versuchen die Menschen ihrer Vorstellung von der Geburt Christi Ausdruck zu verleihen: In den südamerikanischen Anden das Jesuskind mit einem Inka-Mützchen, beiden Suomi in Finnland in einem Rentierhaut-Zelt, in Japan Maria und Joseph in Samurai-Tracht oder in Schmidt mit einem Krippenstall intypisch rustikalem Eifelstil.

Die Bedeutung der Krippenfiguren  

Den zentralen Mittelpunkt jeder Krippendarstellung bildet das gerade geborene Jesuskind, das in einem kargen Stall im Stroh einer Futterkrippe liegt. Es versinnbildlicht Gott, der in völliger Armut zum Menschen geworden ist. Die ärmliche Szenerie wird durch die oftmals spärliche Bekleidung des Jesuskindes noch unterstrichen.

Mit ihrem jungen Erscheinungsbild verkörpert seine Mutter Maria ihre Unschuld. Sie kniet oder sitzt betend neben der Krippe.

Jesu Ziehvater Josef wird als alter Mann dargestellt, was die Jungfräulichkeit von Maria hervorheben soll. In den meisten Fällen steht er aufrecht, stützt sich auf einen Stab oder hält eine leuchtende Laterne. Auf diese Weise fungiert er als Beschützer der jungen Familie. Josef gilt aber auch als "Hüter des Lichts", das durch die Geburt von Jesus in die Welt kam.

Der Ochse und der Esel erscheinen in der biblischen Weihnachtsgeschichte nicht. Dennoch haben sie in Krippendarstellungeneinen festen Platz und verkörpern zwei Glaubensrichtungen. Dies sind zum einen das Judentum und zum anderen der Islam. Es gibt aber auch Auslegungen, die den Ochsen als "reines"Tier und somit Sinnbild des Volkes Gottes (Christentum) verstehen, während der Esel als "unreines"Tier gilt und alle anderen Völker (Heiden) symbolisiert. Beide Tiere sind Lastentiere und zeigen an, dass auch Jesus viele Lasten seiner Mitmenschen übernahm.

Die aus dem einfachen Volk stammenden Hirten erscheinen immer zusammen mit Schafen, Lämmern und Hunden. Schafe und Lämmer sind Opfertiere und symbolisieren das "Opferlamm" Jesus, der durch seinen Tod am Kreuz die Menschheit erlöst.

Die Hirten fungieren als Überbringer der Opfertiere und stehen zusammen mit ihren Hütehunden, oftmals Schäferhunden, für Verantwortungsbewusstsein und Wachsamkeit. Im Team halten sie die Herde zusammen. Gleichzeitig stehen die Hirten aber auch für Offenheit, da sie dem Verkündigungsengel zuhörten, und für Aufbruch, da sie sich nach Erhalt der Engelsbotschaft auf den Weg nach Bethlehem machten. Hirten werden in unterschiedlichen Altersstufen dargestellt. Es gibt alte, junge, mittelalte und kindliche Hirtenfiguren. Dies soll die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen versinnbildlichen, die das Geschehen der Heiligen Nacht erlebten.

Die drei Weisen aus dem Morgenland sind Caspar, Melchior und Balthasar. Sie überbringen Geschenke in Form von Gold, Weihrauch und Myrrhe und gelten als Vertreter aller Nationen in den drei damals bekannten Erdteilen Afrika, Europa undAsien.

Mit seiner dunklen Hautfarbe symbolisiert der junge Caspardie Menschen in Afrika. Er überbringt Myrrhe, deren bitterer Geschmack das spätere Leiden und den Tod Jesu Christi verdeutlichen soll.

Der alte Mann mit langem Bart ist Melchior, der zusammen mit seinem Pferd für den Kontinent Europas steht. Melchior ist der Überbringer des Goldes, das das Königtum von Jesus verkörpert.

Balthasar schließlich erscheint als Mann im mittleren Alter, der ein Gefäß mit Weihrauch überreicht. Er vertritt den Kontinent Asien, wobei der Weihrauch für Gebet und Opfer steht.

Obwohl die Bibel im Zusammenhang mit der Heiligen Nacht keine Könige erwähnt, wird heute vielfach von den Heiligen Drei Königen gesprochen. Darüber hinaus bleibt die Weihnachtskrippe in vielen Familien bis zum Dreikönigstag am 6. Januar stehen. Und die Sternsinger wiederum überbringen den Segensspruch "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus), wobei die drei Buchstaben „CMB“ von vielen Menschen als Anfangsbuchstaben der Namen der drei Weisen ausgelegt werden. Diese drei Namen wurden erstmals im 11. Jahrhundert verwendet.

Teil jeder Weihnachtskrippe ist mindestens ein Verkündigungsengel. In manchen Fällen hält der Engel ein Spruchband mit dem Ruf "Gloria inexcelsis deo" in den Händen. Engel verkündeten den Hirten die Geburt Jesu.