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Der gewählte Kirchenvorstand ist wieder offiziell im Amt

Die zweite mündliche Verhandlung vor der bischöflichen Schiedsstelle in Aachen, unter Leitung von Prof. Dr. Peter Roggendorf, ermöglichte nach fast einem dreiviertel Jahr endlich den Durchbruch:

Der Vorwurf des Bistums, die acht gewählten Kirchenvorstandsmitglieder der Pfarre St. Hubertus hätten mit ihren Veröffentlichungen über kritikwürdige Vorkommnisse in der Pfarre an die Kirchengemeindemitglieder eine grobe Pflichtverletzung begangen, konnte nicht weiter aufrecht erhalten werden. Deshalb mussten die Entlassungen der Kirchenvorstandsmitglieder zurückgezogen werden. Mit dem Schiedsstellenurteil, das von beiden Seiten einvernehmlich akzeptiert wurde, sind die acht Schmidter Kirchenvorstandsmitglieder wieder offiziell in ihren Ämtern.

Prof. Dr. Peter Roggendorf wies ausdrücklich darauf hin, dass das Kernstück seiner Entscheidung daraus resultiert, dass der Vorwurf der groben Pflichtverletzung nicht aufrecht zu halten sei und nicht, weil die Kirchenvorstandsmitglieder ihr Bedauern über die Veröffentlichung zum Ausdruck brachten.

Im Sinne des hart erarbeiteten Kompromisses, sind vier der insgesamt acht Kirchenvorständler bereit, unmittelbar auf der ersten Kirchenvorstandssitzung von ihren Ämtern zurückzutreten. Das ist ihr Beitrag, Herrn Pfarrer Heinz-Josef Biste die Wiederaufnahme der gemeinsamen Arbeit zu erleichtern. Darüber hinaus wurde im allgemeinen Einvernehmen beschlossen, künftig – und für einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr – die Kirchenvorstandssitzungen unter Beteiligung eines Coachs/Mediators durchzuführen. Damit soll sichergestellt werden, dass die bislang gestörte Kommunikationskultur sensibilisiert, geschult und begleitet wird.

Der Kirchenvorstand bedankt sich herzlich bei den vielen Kirchengemeindemitgliedern, die über den langen Zeitraum seiner Entlassung, stets Solidarität mit ihnen bekundeten und an der Rechtmäßigkeit der Entlassungen zweifelten. All denen, die übereilt den moralischen Stab über die acht Kirchenvorständler brachen, werden geschwisterlich die Hände für einen Neuanfang gereicht.

Der besondere Dank der neuen, alten Kirchenvorstandsmitglieder gilt aber seinen Rechtsvertretern Herrn Dr. Frank Schafranek, Herrn Karl-Josef Begass und vielen anderen Beratern. Ihrem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass dem Recht am Ende noch zum Durchbruch verholfen werden konnte. Auch dem Vorsitzenden der Schiedsstelle, Herrn Prof. Dr. Peter Roggendorf, sei an dieser Stelle für seine faire und vermittelnde Arbeit gedankt.

Der wiedereingesetzte Vorstand freut sich darauf, sich weiterhin dafür einsetzen zu können, dass das in den letzten Monaten stark zurückgegangene Interesse am Gemeindeleben wieder erstarkt, die Selbstständigkeit der Pfarre erhalten bleibt und die vielen vorbildlichen Aktivitäten weiter vorangetrieben werden können, für die die Pfarre St. Hubertus weit über die Grenzen von Schmidt hinaus bekannt ist und dem bischöflichen Wunsch entspricht, die Menschen wieder mit neuen, interessanten und christlichen Themen für unsere Mutter Kirche zu begeistern.

 

Der Kirchenvorstand der Kath. Kirchengemeinde St. Hubertus

 

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